Vergrösserung der Brüste – Augmentation
Einleitung
Die Vergrößerung der Brüste oder die Augmentation ist eine chirurgische Prozedur, deren Ziel es ist, den Umfang kleiner Brüste zu vergrößern oder die Erneuerung der Vollheit der Brüste ausgründen von Änderungen nach Schwangerschaften zu erzielen, weiter dient diese Prozedur zur Lösung einer geringen Senkung der Brüste. Eine Anpassung einer größeren Senkung der Brüste, der so genannten Ptose, kann mit dieser Methode nicht erzielt werden. Mit dieser Operation kann auch eine ungleiche Größe der Brüste, eine so genannte Asymmetrie, korrigiert werden. Die Implantate dienen auch zur Korrektur der Brustform und allfälliger Deformationen nach Brust - Operationen, eventuell zur Rekonstruktion der Brüste nach einer Brustamputation aus onkologischen Gründen. Die Operation ist nicht vom Alter der Patientin abhängig, es ist jedoch nicht geeignet, die Operation in Fällen auszuführen, wenn Sie in nächster Zeit planen, eine Familie zu gründen. Die Brüste werden durch Silikon - Implantate vergrößert, die Kohäsions-Silikongel beinhalten. Diese Broschüre gibt Ihnen die grundlegenden Informationen in Bezug auf die Vergrößerung der Brüste, welche Untersuchungen Sie vor der eigentlichen Operation absolvieren müssen, wie die Operation verläuft, welche Möglichkeiten Sie haben und welche Erwartungen erfüllt werden können, wie sich der Nachoperationsverlauf und die anschließende Kontrolle nach der Operation verhält und welche mögliche Risiken und Komplikationen diese Operation mit sich bringt.
Präoperative Untersuchung:
Anamnese
Ihr behandelnder Arzt sollte von Ihnen vor der Operation über die folgenden Umstände informiert werden:
- Aufkommen von blutenden Vorfällen
- Aufkommen von Krankheiten von Bindegewebe (Rheuma, Gelenkerkrankungen), Hautkrankheiten etc.
- Andere schwere Erkrankungen (Zuckerkrankheit, Geschwulsterkrankungen, Herz- Nieren- und Lungenkrankheiten etc.)
- Allergien
- Verwendete Medikamente
- Komplikationen bei vorgehenden Operationen in Gesamt- Anästhesie
- Vorkommen von Brustkrebs bei direkten Verwandten.
Laboruntersuchung
Vor der Brustoperation, die in einer Gesamt - Anästhesie verläuft, muss eine komplette Untersuchung von Ihrem Haus - oder Familienarzt oder von einem Mediziner inklusive Laboruntersuchung durchgeführt werden. Den Anforderungsschein für diese Untersuchung erhalten Sie von Ihrem plastischen Chirurgen, die Ergebnisse dieser Untersuchung sollten nicht älter sein als 14 Tage vor dem Termin der Operation. Diese Untersuchung können Sie in unserer Klinik früh am Operationstag absolvieren.
Untersuchung der Brüste
Vor der Augmentation der Brüste wird empfohlen, eine Untersuchung der Brüste durch einen Spezialisten vornehmen zu lassen, dies in einer mammologischen Abteilung, in der Onkologie oder Gynäkologie. Diese Untersuchung beinhaltet entweder eine Mammographie oder eine Ultraschallaufnahme der Brüste (Sono). Die Brustvergrößerung kann nur dann vorgenommen werden, sofern diese Untersuchungen positiv ausgefallen sind.
Anweisungen vor der Operation
Die zu operierende Patientin muss absolut gesund sein. Sollten Sie erkranken oder die Operation aus einem anderen Grund stornieren wollen, lassen Sie es bitte den Arzt rechtzeitig wissen.
Bei der Konsultation mit dem plastischen Chirurgen vor der Operation werden Ihnen sämtliche Ihre Anfragen beantwortet, Fotos von Patientinnen vor und nach der Operation gezeigt, Sie sehen einzelne Implantat-Typen, die wir benützen, Sie bekommen Gesuchsformulare für die oben erwähnten Untersuchungen, die Sie vor der Operation absolvieren müssen. Die Operation bezahlen Sie in bar am Tag der Operation bei der Ankunft in das Krankenhaus oder nach Vereinbarung mit dem Chirurgen. Bei der Terminreservierung muss man eine Anzahlung leisten, die mit Ihnen vereinbart wird.
Sollten Sie mit Ihrem Chirurgen vereinbaren, das Implantat aus ihrer Achselhöhle einzulegen, so ist es von Vorteil, wenn Sie diese Stelle schon vor dem Eintritt ins Krankenhaus rasieren. Ins Krankenhaus kommen Sie zur bestimmten Zeit, die Sie mit Ihrem Chirurgen vereinbaren. Nehmen Sie Medikamente für 2 – 3 Tage mit, die Sie regelmäßig einnehmen, persönliche Hygieneartikel, Dokumente, Untersuchungsergebnisse, Hausschuhe, eventuell Pyjama oder Nachthemd. (sowie einen elastischen Büstenhalter ohne Verstärkungen mit einer Korbgröße, die Sie mit dem Chirurgen vereinbaren. Der BH dient in den ersten Tagen nach der Operation als Verband und kann von Blut verschmutz werden.) Tragen Sie Kontaktlinsen, so müssen diese vor der Operation herausgenommen werden. Des weitern ist es nicht geeignet, im Krankenhaus mit Kleidern zu erscheinen, die über den Kopf ausgezogen werden müssen. Nach der Operation wäre das Aus- und Anziehen dieser Kleidung schmerzhaft.
Es handelt sich um eine von der Patientin bezahlte kosmetische Operation, die von keiner Krankenversicherung mitfinanziert wird, auch kann kein Arbeitsunfähigkeitsschein ausgestellt werden.
Sechs Stunden vor der geplanten Operation dürfen Sie weder essen noch trinken, am Operationstag sollten Sie auch nicht rauchen und mindestens eine Woche vor der Operation sollten keine Medikamente eingenommen werden, die Azetylsalizylsäure enthalten (Acylpyrin, Aspirin, Aspro, Acylcoffin, Alnagon, Defebrin, Harbureta, Mironal, Neuralgen etc.). Es ist nicht besonders optimal, die Operation während der Menstruation durchzuführen, eine unerwartete Menstruation ist jedoch meistens kein Grund zur Verschiebung der Operation. Mit Ihrem Chirurgen vereinbaren Sie, ob es geeignet ist, vor der Operation die Antikonzeption auszusetzen.
Implantate
Wir verwenden Brustimplantate der Firma Mentor – Topqualitätsprodukte, welche einer Zertifikation gemäß des Gesetzes Nr. 22/1997 Slg. mit Erfolg unterzogen worden sind, und für welche die „Übereinstimmungserklärung“ ausgestellt worden ist, und welche auch ein Zeichen CE für EG-Länder erhalten haben.
Die Firma Mentor stellt die Brustimplantate schon mehr als dreißig Jahre her. Sie gewährt auf ihre Erzeugnisse eine lebenslange Garantie für den Fall eines Produktionsfehlers. Neuerdings trägt sie ab dem Jahr 2007 im Fall des Platzens des Implantats durch einen Herstellungsfehler der Patientin bis zu zehn Jahren ab der Operation einen Betrag von 1.000 EUR für eine Korrekturoperation bei.
Diese Implantate bestehen aus einem texturierten moosigweichen Mantel mit einigen Schichten aus gehärtetem Silikon. Diese Implantate weisen dank ihrer einzigartigen Oberfläche fast ein Nullauftreten von sog. Kapseln auf – siehe „mögliche Risiken und Komplikationen“. Sie sind mit einem kohäsiven / nichtfließenden Silikongel gefüllt, das im Fall der Implantatbeschädigung nicht entweicht. Die mit Silikongel gefüllten Implantate werden in zwei Varianten hergestellt – mit einem runden oder tropfenförmigen Profil, und weiter in drei Höhenprofilen. Die Anwendung der Implantate mit dem tropfenförmigen Profil ist nur auf bestimmte Brust - Typen beschränkt und diese können nicht von der Achselhöhle implantiert werden. Ihr Vorteil ist die etwas natürlichere Brustform, hauptsächlich bei der Platzierung des Implantats unter der Brustdrüse oder in den Fällen, wenn wir das fehlende Brustgewebe hauptsächlich in ihrer unteren Hälfte auffüllen müssen. Der Nachteil ist das größere Risiko der Umdrehung oder der Verschiebung des Implantats, die bei den tropfenförmigen Implantaten mehr zu sehen sind.
Runde Implantate sind geeigneter für die Platzierung unter dem Brustmuskel und in den Fällen, wenn wir das fehlende Brustgewebe in ihrer oberen Hälfte auffüllen müssen.
Sämtliche Typen werden in vielen Größen hergestellt – die Größe bestimmen Sie mit Ihrem Chirurgen im Rahmen der Voroperations- Beratung, die Größe ist durch die Form und Größe des Brustkorbes sowie durch die freie Haut Ihrer Brüste beschränkt. Der Chirurg ist verpflichtet, die Unbedenklichkeit der Implantate vor der Operation zu überprüfen. Die durchschnittliche Lebensdauer der Implantate wird vom Hersteller mit etwa 10 – 15 Jahre angegeben, danach empfiehlt es sich, die verschlissenen Implantate durch neue auszuwechseln. Die Kosten für die Auswechslung der alten verschlissenen durch neue Implantate, die Operation und den Aufenthalt im Krankenhaus, bezahlt die Patientin selber.
Operation
Die Operation erfolgt meistens an demselben Tag, wo Sie ins Krankenhaus kommen, dauert ungefähr eine Stunde und wird in Vollnarkose durchgeführt. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert meistens zwei Tage, am dritten Tag früh gehen Sie nach Hause. Am Abreisetag müssen Sie dafür sorgen, dass Sie jemand mit dem Auto in den Morgenstunden abholen kommt. Im Bedarfsfall können Patientinnen von Brünn aus mit dem Taxi reisen. Es kann in unseren Garagen geparkt werden.
Wie die Operation verläuft: Das gewählte Implantat wird zwischen die Brustdrüse und den Brustmuskel (Bild Nr. 1a) oder zwischen den Brustmuskel und die Rippen (Bild Nr. 1b) eingelegt oder teilweise unter und teilweise über dem Muskel.
Die Platzierung unter die Brustdrüse über dem Brustmuskel ist geeignet für Patientinnen mit größeren und leicht gesenkten Brüsten. Der Nachoperationsverlauf ist weniger schmerzhaft, die Rekonvaleszenz kürzer. Auf diese Art kann eine leichte Brustabsenkung gelöst und die Brüste können gespannt werden, ein Nachteil ist jedoch, dass über dem Implantat weniger von Ihrem eigenen Gewebe liegt als bei der Platzierung unter die Muskeln des Brustkorbes und daraus folgt, dass das Implantat manchmal mehr unter der Haut durchdrückt und besser greifbar ist. In Anbetracht dessen, dass das Implantat nur von der Haut gehalten wird, kommt es nach einer gewissen Zeit zu einem größeren Absenken, es muss ein Büstenhalter getragen werden. Die Brust lässt sich etwas schlechter untersuchen als bei einer Anordnung unter dem Muskel und es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Räume, so genannte Kapseln, um die Implantate herum erhärten (siehe „mögliche Risiken und Komplikationen).
Für schlanke Patientinnen mit kleinen festen Brüsten ist die Platzierung des Implantats unter den Brustmuskel ideal. Bei dieser Anordnung des Implantates zwischen den großen Brustmuskel und die Rippen ist der Nachoperationsverlauf etwas schmerzhafter und die Rekonvaleszenz dauert etwas länger, das Implantat ist jedoch kaum fühlbar, die Brüste lassen sich besser untersuchen, das Implantat sinkt fast nicht, denn es wird vom Brustkorbmuskel gehalten. Der Hautübergang vom Brustkorb auf die Brust ist völlig fließend – der obere Rand der Implantate zeichnet sich nicht ab .Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kapseln um die Implantate herum erhärten, ist fast Null, aber das Implantat unter dem Brustmuskel spannt die leicht abgesenkte Brust keinesfalls und kann in einigen Fällen eine Mitbewegung beim Turnen mit dem Brustmuskel aufweisen, die so platzierten Implantate liegen etwa um 2 cm weiter voneinander, als es bei der Anordnung unter der Brustdrüse der Fall ist.
Für schlanke Patientinnen mit kleinen, leicht gesenkten Brüsten ist es am Geeignetesten, die obere Hälfte des Implantats unter den Brustmuskel und die untere Hälfte über den Muskel zu platzieren. So ist der obere Rand des Implantats völlig natürlich und zeichnet sich nicht unter der Haut des Brustkorbs ab und gleichzeitig erzielen wir das Spannen der leicht erschlafften Brust.
Möglichkeit von Hautschnitten: das Implantat kann unter die Brustdrüse aus einem Schnitt in der Unterbrustfalte oder von einem kurzen halbrunden Schnitt am unteren Rand des Brusthofs platziert werden. Unter dem Muskel kann es aus der Unterbrustfalte, aus einem Schnitt am Rand des Brusthofs und aus einem Schnitt in der Achselhöhle platziert werden. Ist der Brusthof klein, kann hier das Implantat nicht einoperiert werden. Im Fall einer Brustvergrößerung von der Achselhöhle aus und beim Auftreten von nachoperativen Komplikationen, die ein Auswechseln des Implantates zur Folge haben, ist dieser Vorgang wieder von der Achshöhle aus schwieriger. Manchmal muss das Implantat aus dem Schnitt beim Brusthof oder im Schnitt bei der Unterbrustfalte ausgewechselt werden, wobei eine weitere Narbe entsteht. Die Implantate mit tropfenförmigem Profil (anatomische) können nur von der Unterbrustfalte aus eingelegt werden.
Unsere Klinik spezialisiert sich auf Brustoperationen. Die Vergrößerung der Brüste führen wir auf alle beschriebenen Arten durch. Die Größe und den Typ des Implantats und seine Platzierung empfehlen wir Ihnen dank des so genannten BODY LOGIC SYSTEMS. Es handelt sich um die präzise Bestimmung der Geeignetesten Variante, die zum ersten Mal auf dem internationalen Kongress der plastischen Chirurgie in Berlin im Jahr 2007 vorgestellt wurde. Weiter können Sie bei der Konsultation orientierungsmäßig verschiedene Größen der Implantate im Büstenhalter ausprobieren. Außerdem bieten wir unseren Patientinnen die Möglichkeit der definitiven Auswahl des Implantats erst im Verlauf der Operation an. Der Operateur ermittelt zuerst mit Hilfe von speziellen Probeimplantaten, welcher Typ und welche Größe optimal ist. Dann operiert er dieses Implantat aus unserem Lager in die Brust ein.
Nach der Operation erhalten Sie aus Präventivgründen Antibiotika, Sie erhalten Schmerztabletten, denn der nachoperative Verlauf ist relativ schmerzvoll und die Brüste werden mit Saugdräns drainiert, die das Blut ableiten werden. Diese Dräns werden am dritten Nachoperationstag herausgezogen und an diesem Tag können Sie das Krankenhaus verlassen. Im Fall des Interesses können weitere Tage in unserer Pension unter ärztlicher Aufsicht verbracht werden, was hauptsächlich für Patientinnen geeignet ist, die nach der Operation an einen entfernten Ort oder ins Ausland reisen.
Zur Zeit gibt es keine qualitativ vergleichbare Alternativmethode, mit welcher die Brüste vergrößert werden können.
Nachoperative Anweisungen
Am dritten Tag früh nach der Operation werden Sie aus dem Krankenhaus entlassen.
1. Woche:
Diese erste Woche muss tags - und nachtsüber ein elastischer Büstenhalter ohne Verstärkungen und Stäbchen getragen werden und man darf die Arme nicht über den Kopf strecken. Bei einer Platzierung des Implantates von der Achshöhle aus eignet sich ein spezielles Band über die Brüste. Manchmal ist die Kombination beider Mittel notwendig. Das Brustband und der spezielle Büstenhalter können in unserer Rezeption gekauft werden.
Die Operationswunden sollten Sie 2 Tage nicht duschen. Dann ist es notwendig, die Wunden mit einem Dezinfektionsschampon zu duschen und sie immer mit einer Desinfektion zu bestreichen, alles erhalten Sie in unserer Rezeption. In dieser ersten Nachoperationswoche ist Bettruhe notwendig. Für die ersten paar Tage sollten Sie eine Person haben, die sich um Sie kümmert und eventuell die Kinder versorgt. Die Wunden sind mit innerlich zersetzbaren Fäden genäht, demzufolge brauchen diese bei den Kontrollen nicht entfernt zu werden. Mindestens eine Woche nach der Operation dürfen Sie kein Motorfahrzeug lenken.
2. und weitere Wochen:
Bei Implantaten, die unter dem Muskel platziert wurden, wird in der zweiten Nachoperationswoche meistens empfohlen, den Büstenhalter nur tagsüber zu tragen, in der Nacht nicht mehr, und ab der dritten und vierten Woche sollte der BH für einige Monate gar nicht mehr getragen werden. Bei den über den Muskel angeordneten Implantaten gilt dies nicht, der Büstenhalter muss tagsüber langfristig getragen werden. (Die Implantate haben ungefähr 1 – 2 Monate nach der Operation die Tendenz, sich nach oben zu verschieben, aus diesem Grund müssen die Halter gelöst werden, damit der BH die Brüste nicht nach oben drückt.) Einige Wochen nach der Operation sind die Brüste geschwollen und starren Sie müssen damit rechnen, dass nach einigen Wochen die Schwellung abklingt und die Brüste etwas kleiner und langsam weicher werden. Ab der zweiten Nachoperationswoche können leichte Tagesaktivitäten ausgeübt werden, man kann spazieren, es dürfen jedoch keine schwere Arbeiten wie Putzen u.ä. verrichtet werden. Schwerere Arbeiten, das Tragen schwerer Gegenstände und Koffer, Turnen oder Urlaub mit sportlichen Aktivitäten am Meer, Skifahren u.ä. wird im Zeitraum von ein bis zwei Monaten nach der Operation nicht empfohlen. Den ersten Monat nach der Operation müssen die partnerlichen Beziehungen mit besonderer Vorsicht erfolgen.
Nach zwei Monaten kann leicht mit Fitness, Krafttraining, Sport und schwereren Arbeiten begonnen werden – diese Frist ist jedoch individuell. Vierzehn Tage nach der Operation können Sie bereits ein Sonnenbad nehmen, das Solarium besuchen, Sie dürfen jedoch die Narben mindestens ein halbes Jahr keiner Sonnenstrahlung oder der Strahlung im Solarium aussetzen, die Narben müssen abgedeckt oder mit einer Sonnenschutzcreme mit einem hohen UV - Filter geschützt werden. Die frischen Narben ziehen Pigmente ein und bleiben dabei lange dunkel, dann werden sie nach der Operation langsam heller und verlieren sich ungefähr nach einem halben bis ganzen Jahr, ganz verschwinden sie aber nie. In unserer Rezeption erhalten Sie beim Abgang nach Hause verschiedene Mittel zur Pflege der Wunden und später auch der Narben.
Kontrollen:
Die erste Kontrolle wird ungefähr in 10-14 Tagen nach der Operation nach der Vereinbarung mit Ihrem Chirurg sein. Die weitere Kontrolle folgt in 1-2 Monaten nach der ersten Kontrolle bei dem Arzt aufgrund der Absprache, weiter nach einem Jahr und nach 10 Jahren mit einem Ultraschallergebnis. Wir empfehlen Ihnen, das ganze Leben regelmäßig alle 5 Jahre eine spezielle Brustuntersuchung per Ultraschall (oder Mammographie) durchzuführen. Die Kontrollen sind bei uns immer kostenlos, unsere Patienten kontrollieren wir nach der Brustvergrößerung im Fall des Interesses langfristig.
Mögliche Risiken und Komplikationen
Mit der Narkose – Vollnarkose verbundene Risiken:
Die Vollnarkose (Anästhesie) erfolgt durch einen Facharzt, den Anästhesiologen. Unmittelbar vor dem geplanten Eingriff besucht Sie der Anästhesiologe, der mit Ihnen den geeignetsten Vorgang der Anästhesie, deren Vorteile und mögliche Komplikationen bespricht. Bei schwangeren Frauen ist die Vollnarkose aus Gründen der geplanten Operation absolut ungeeignet. Die Vollnarkose wird zur Zeit so schonend dosiert, dass die möglichen Risiken und Komplikationen vollkommen minimal sind, besonders bei gesunden Patientinnen, welche sich der geplanten Operation unterziehen.
Mit dem operativen Eingriff verbundene Risiken:
Jede Operation ist mit einem bestimmten geringen Risiko operativer Komplikationen verbunden, welche die Patientin berücksichtigen muss.
- Es handelt sich zum Beispiel um Komplikationen in Bezug auf die Heilung und Infektion der operativen Wunden und die Umgebung des Implantates. Aus diesem Grund werden Sie präventiv einige Male Antibiotika einnehmen. Es wurden Vorfälle beschrieben, wo wegen einer Infektion die Implantate entfernt werden mussten.
- Eine weitere mögliche operative Komplikation sind Blutungen. Aus diesem Grund absolvieren Sie vor der Operation im Rahmen der Laboruntersuchung auch eine Laborprüfung auf Blutungsanfälligkeit und Blutgerinnung und es ist sehr wichtig, in der 1. Woche nach der Operation absolute Bettruhe einzuhalten.
- Es kommen Fälle vor, wo Patientinnen die Neigung zu keloiden oder hypertropischen Narben haben – die Wahrscheinlichkeit solcher Narbenbildungen ist sehr gering, es kann vor der Operation jedoch nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass keine keloiden Narben entstehen. Das Entfernen solcher Narben ist sehr schwierig.
- In Anbetracht dessen, dass die Operation mit angezogenen Armen erfolgt, können nach der Operation Schmerzen in Form von Schmerzausstrahlungen in die Vorderarme und die Hände auftreten – dies hängt mit der Spannung der Nerven zusammen, die von den Achseln in die Arme verlaufen. Diese Probleme sind vorübergehender Natur und verschwinden in der absoluten Mehrheit der Fälle innerhalb einiger Tage oder Wochen vollständig.
- Eine ernst zu nehmende Komplikation jedweder Operation in Narkose ist die so genannte Lungenembolie – Verstopfen der Lungen-Blutader durch ein Blutgerinnsel. Eine Prävention stellt die elastische Bandage der Beine, Gehen so früh wie möglich nach der Operation (am folgenden Morgen) dar, manchmal ist es von Vorteil, die Antikonzeption auszusetzen oder präventiv Medikamente gegen Blutgerinnung einzunehmen.
Gesamtauswirkungen des Silikons und der Silikonimplantate auf den Organismus
- Die Angaben, die zur Zeit zur Verfügung stehen, weisen darauf hin, dass die Implantate weder Krebs noch andere perniziöse Erkrankungen verursachen.
- Zusammenfassende wissenschaftliche und epidemielogische Untersuchungen weisen nach, dass die Silikon- Brustimplantate weder auto-immunitäre Krankheiten noch Schäden am Bindegewebe verursachen, wie zum Beispiel rheumatische Arthritis, Sklerodermis und so weiter. In der heutigen Zeit gibt es keine wissenschaftlichen Daten über so genannte „Neue Krankheiten“, die von der Benützung von Silikon- Implantaten herkommen – gleichwohl gibt es keine Reaktionen auf Silikon- Allergien oder Intoxikationen.
- Silikon - Implantate haben keine negative Auswirkung auf Schwangerschaften, Stillen oder auf die Gesundheit der gestillten Kinder.
- Es wurden keine spezifischen Gegenmittel für Silikon gefunden.
In der heutigen Zeit ist Silikon das Grundmaterial mit einer breiten Anwendung im gängigen Leben – es steht kein besseres alternatives Material zur Verfügung. In allen Bereichen der Medizin und der Chirurgie sind Silikon - Implantate und Silikon - Medizineinrichtungen die Basismittel nicht nur zu kosmetischen Zwecken, sondern auch oft für das Erhalten des eigentlichen Lebens (Herzklappen, Gelenke etc.).
Mögliche Risiken und Komplikationen, die mit der Anwendung der Silikon- Brustimplantaten zusammenhängen
Bildung von Kapseln und deren Kontraktur (Zusammenziehen, Erhärten).
Die nachoperative Bildung von Kapseln aus dem Bindegewebe um die Brustprothese herum ist eine normale physiologische Folge der Implantation eines Fremdkörpers. Die Bildung dieser Kapsel erscheint bei allen Patientinnen auf verschiedenen Ebenen – die Kapseln kommen von dünn bis stark verdickt vor, die das Implantat eng umspannen – es kann zu einer Kontraktur (Zusammenziehen) der fibrösen Kapsel kommen. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorkommens wird mit zirka 2 - 5% angegeben, diese Erscheinung macht sich danach mit unangenehmen Schmerzgefühlen oder einer Brust- Zähigkeit bemerkbar, die Brust kann auf einer Seite eine andere Form aufweisen als auf der anderen Seite. Diese Erscheinung kann einen weiteren chirurgischen Eingriff erforderlich machen, mit welchem die Kapsel – das Implantat- Bett – chirurgisch befreit werden muss. Damit wäre diese Erscheinung beseitigt. Es werden Fälle von Kapsel- Kontraktionen um das Implantat herum und wiederholt auch Fälle beschrieben, wo die Brust - Zähigkeit erneut auftritt und die Beseitigung des Implantates notwendig macht.
Durchreißen des Implantates
Das Brust - Implantat muss nicht das ganze Leben lang aushalten – seine ungefähre Lebensdauer wird vom Hersteller mit rund 10 – 15 Jahren angegeben. Das Implantat nutzt sich nach und nach ab und seine Oberfläche verschleißt und wird schwächer. Dann kann es nach Jahren aufplatzen. Das kohäsive Gel aus den gegenwärtigen Implantaten entweicht nicht, aber die Brust kann langsam die Form ändern und anfangen zu schmerzen. Ist das Implantat zerrissen oder ist es beschädigt, so muss es ersetzt werden. Ein Zerreißen des Implantates im Laufe des Lebens hängt oft mit einem Unfall oder mit einem unangemessenen Druck auf die Brust zusammen. Aus diesem Grund sind die regelmäßigen jährlichen Kontrollen der vergrößerten Brüste während des ganzen Lebens von größter Bedeutung.
Prolaps des Implantates
Wegen zu großen Hautspannungen im Bereich der operativen Wunde und anderswo kann es zu einer kontinuierlichen Schwächung, einem Absterben bis Platzen der Haut und einem Prolaps des Implantates kommen. Dieses Risiko wächst in dem Fall, wenn das Implantat in beschädigte Bereiche, z.B. unter vernarbte Haut, unter verbrannte Haut oder in Bereichen eingesetzt worden ist, die mittels Radiotherapie bestrahlt wurde oder wenn ein zu großes Implantat gewählt worden ist. Im Fall eines Prolapses resp. eines Vorfalles muss das Implantat herausgenommen werden.
Flüssigkeitsakkumulation - Serom
Publiziert wurde eine übermäßige nachoperative und spätere Bildung von Flüssigkeit in der Nähe des Implantates, die sich mit einer Vergrößerung der Brust und durch Schmerzen bemerkbar macht. Am häufigsten handelt es sich um eine Folge des Nichteinhaltens der nachoperativen Bettruhe, eines Unfalles oder aufgrund von übermäßigen Turnübungen.
Bildung von Blutergüssen – Blutgerinnsel um das Implantat herum
Es handelt sich um eine Anhäufung von Blut im Bereich des Implantates nach der Operation. Die häufigste Ursache ist das Nichteinhalten der nachoperativen Bettruhe oder eine Blutgerinnungsstörung.
Unzufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis
Eine unrichtige Größe des Implantates, eine ungeeignete Anordnung der Narbe u.ä. kann eine Unzufriedenheit der Patientin mit dem nachoperativen Ergebnis hervorrufen. Aus diesem Grund ist vor der Operation eine detaillierte Besprechung der Patientin mit ihrem Chirurgen notwendig, damit die Patientin ihre Vorstellungen und Anforderungen genau erklären und der Chirurg seine Möglichkeiten erläutern kann.
Schrumpfen des Implantates
Es handelt sich um sichtbare oder greifbare Schrumpfungen der Implantat- Hülle. Diese machen sich als unter der Haut greifbare Wellen bemerkbar. Diese Erscheinung tritt eher bei mageren Patientinnen mit dünner Haut und einer sehr kleinen Brustdrüse auf – kommt eher bei Unterdrüsen - als bei Untermuskelanordnungen des Implantats vor. Im Bereich der Unterbrustfalte kann das Implantat immer abgetastet werden.
Asymmetrie
Die implantierte Brust kann nach einiger Zeit leicht abgesenkt wirken, sehr ähnlich wie eine natürliche Brust. Es treten Fälle von Asymmetrien auf, wo die eine Seite mehr absinkt als die andere. Diese Asymmetrie kann auch kurz nach der Operation auftreten, wieder aus Gründen des Nichteinhaltens der nachoperativen Anweisungen und der Bettruhe, sowie aus ähnlichen Gründen. Wegen Bewegungen des Brustmuskels gleich nach der Operation kann das Implantat seine Lage ändern. Ein größeres Risiko einer Verschiebung droht bei tropfenförmigen Implantaten.
Änderungen der Reizbarkeit der Brustwarzen
Publiziert wurden Komplikationen, welche die Änderungen der Reizbarkeit der Brustwarzen betreffen, sowohl im Sinn einer erhöhten als auch im Sinn einer reduzierten Sensibilität. Diese Änderungen verschwinden in den meisten Fällen innerhalb einiger Monate bis eines Jahres.
Blutaderthrombosen
In der Nähe der Prothese können zeitweilig thrombotisierte (verstopfte) kleine Blutadern vorkommen, die an dünne, unter der Haut verlegte Schnuren erinnern und die meistens im Unterarm oder unter der Haut der Bauchwand verlaufen. Diese verlieren sich innerhalb von ein paar Monaten von selber.
Das Implantat überschattet ungefähr 20% des Brustdrüsengewebes bei der Mammographie. Aus diesem Grund muss diese Untersuchung oft mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder einer Magnetresonanz kombiniert oder ersetzt werden.
Patientinnen, die eine Brustvergrößerung mithilfe eines Implantates absolviert haben, dürfen keine Diathermie vornehmen (z.B. eine Aufwärmung der Nieren im Rahmen einer Bäderkur). Das Implantat könnte extrem erwärmt werden, es könnte zu inneren Verbrennungen und zu einem eventuellen Platzen des Implantates kommen.
Abschluss:
Chirurgie ist keine exakte Wissenschaft, deshalb kann kein hundertprozentiges Ergebnis garantiert werden. Weltstatistiken zeigen, dass kosmetische Operationen ungefähr mit 5 – 10% Komplikationen belastet sind. In den meisten Fällen können diese Komplikationen behandelt werden.
Haben Sie eine Frage oder Bemerkungen, so kontaktieren Sie uns per E- Mail, telefonisch oder on- line mit dem Kontaktformular – wir werden Ihnen unsere Antwort gerne zukommen lassen.